News: Joshua Kimmich, Südafrika gegen Kanada, Uruguay

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News: Joshua Kimmich, Südafrika gegen Kanada, Uruguay

News: Joshua Kimmich, Südafrika gegen Kanada, Uruguay

Die Diskussion um die deutsche Rechtsverteidigerposition gehört zum deutschen Kulturgut wie die Wartburg, Pumpernickel und Handtücher auf den Liegen am Strand von Mallorca. Überraschend kam sie also nicht, als sie auch jetzt wieder aufflammte: die Frage, ob Joshua Kimmich im Zentrum nicht besser aufgehoben sei als hinten rechts. „Tut ihm einen Gefallen und holt ihn da hinten weg“, flehte Lothar Matthäus jüngst in der „Bild“-Zeitung. Und Philipp Lahm forderte den Systemwechsel gar per „Kicker“-Kolumne. Symbolträchtig: Immerhin machte Lahm beim Turnier 2014 die gegensätzliche Transition durch. Selten jedenfalls waren sich die deutschen Experten in einer Frage so einig wie jetzt: Kimmich muss zurück ins defensive Mittelfeld! Nur dem Bundestrainer widerstrebt die Idee. „Ich finde, dass es Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović im Zentrum gut machen“, sagte Julian Nagelsmann nach dem Ecuador-Spiel. Ein Wechsel sei daher nicht geplant. Der Bundestrainer bleibt seiner Idee damit treu – vielleicht gezwungenermaßen. Denn einen anderen Rechtsverteidiger als Kimmich hat er schließlich gar nicht erst nominiert. Wenn er ihn jetzt ins Zentrum zöge, würde das wohl mehr Probleme schaffen als lösen. Denn wer soll die Lücke füllen? Etwa Waldemar Anton, der bislang ohne Turnierminute war? Und wäre es gegen die physisch starken Paraguayer nicht ohnehin naheliegender, eher einen Spieler wie Leon Goretzka ins Zentrum rotieren zu lassen? Julian Nagelsmann hat im bisherigen Turnierverlauf stoisch auf eine klare Formation gesetzt. Er wäre schlecht beraten, ausgerechnet zu Beginn der K.-o.-Phase das Experimentieren für sich zu entdecken.

11freunde

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