Gary Lineker spottet übers DFB-Team - Ronaldo fasziniert von Messi und Mbappé

Die WM, das größte Sportevent der Welt, läuft– und sie ist umfangreicher als je zuvor. Klar, dass sie somit auch die meisten Geschichten liefert. Wie man da nur hinterherkommen soll? Keine Sorge, wir fassen sie in unserem WM-Splitter für Sie jeden Tag zusammen.
Lineker betrachtet DFB-Team als harmlosDie englische Fußballlegende Gary Lineker spottete in der „L’Équipe“ über das DFB-Team und traut ihm bei dieser WM wenig zu. „Ich denke – ich könnte mich irren –, dass dies eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften ist, die ich je gesehen habe“, meinte der 65-Jährige. „Deutschland lebt von seiner Vergangenheit. Denkt daran, dass es bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht einmal die Gruppenphase überstanden hat.“
Sollte Deutschland im Sechzehntelfinale Paraguay schlagen (29. Juni, 22.30 Uhr MESZ) und Frankreich mit einem Sieg gegen Schweden das Achtelfinalticket lösen (30. Juni, 23 Uhr MESZ), legt sich Lineker bereits ganz klar fest, wer in die Runde der letzten acht Mannschaften einziehen wird. „Frankreich kann sich problemlos für das Viertelfinale qualifizieren. Ich glaube also, ihr könnt beruhigt schlafen“, meint er in der französischen Sporttageszeitung.
Dass ausgerechnet Lineker das DFB-Team derart scharf kritisiert, kommt überraschend. War er es doch, der Deutschland 1990 im Jahr des WM-Triumphs überschwänglich lobte und dessen Aussage „Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen“ bis heute weltberühmt ist.
Roque Santa Cruz: Der früherer Bayern-Profi aus Paraguay drückt dem Team seines Heimatlandes gegen die DFB-Elf die Daumen.
© IMAGO/Eduardo Carmim, Eduardo Carmim / SPP
Deutschlands Sechzehntelfinal-Gegner Paraguay ist sich seiner Außenseiterrolle bewusst und setzt deswegen vor allem auf seine Tugenden, wie Kampfgeist sowie eine stabile Defensive. Nationaltrainer Gustavo Alfaro räumt seinem Team aber durchaus Chancen ein. „Es ist eine riesige Herausforderung. Sie sind einer der WM-Favoriten. Aber es geht darum, wie man ins Spiel geht, es ist nicht unmöglich zu gewinnen“, sagte Alfaro, der sich selbstbewusst gibt: „Mit Motivation können wir alle schlagen.“
Der frühere Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz aus Paraguay rät der Auswahl seines Heimatlandes gegen die DFB-Elf zu einer robusten Spielweise. „Man muss das Spiel körperlich intensiv gestalten und Deutschland dazu zwingen, viel zu arbeiten. Und ich hoffe auf hohe Temperaturen. Das käme uns entgegen“, sagte der 44-Jährige der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem K.o.-Spiel in Foxborough bei Boston.
Stephen Eustaquio: Der kanadische Siegtorschütze zeigte nach dem Spiel Emotionen.
© IMAGO/Julian Medina/DiaEsportivo
Während Deutschland das Sechzehntelfinale heute Abend noch bevorsteht, darf Co-Gastgeber Kanada bereits seinen Achtelfinaleinzug gegen Südafrika bejubeln. Inmitten des Freudentaumels übermannten Kanadas Torschützen Stephen Eustáquio, der erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte, die Emotionen. „Alles, was ich tue", sagte der 29-Jährige nach dem Abpfiff „mache ich für meine Familie - für meine Eltern, für meine Freundin, für meine Tochter. Für meine Freunde zu Hause. Für alle.“
Seine emotionale Reaktion resultierte aus einer traurigen Vorgeschichte. Eustaquios Mutter Esmeralda ist 2023 an einem Hirntumor gestorben. Diese traurige Kunde erreichte ihn während eines Spiels mit dem FC Porto, weswegen er sich umgehend auswechseln ließ. Und ein Jahr später verstarb auch noch sein Vater Armando nach einem Herzinfarkt.
Brasiliens Fußballikone Ronaldo verfolgt gebannt das Wettschießen der Stars bei der WM. Der frühere Stürmer, der 2002 Brasilien zum WM-Titel führte und bis 2014 mit 15 Treffern WM-Rekordtorschütze war, sieht die Torejagd von Lionel Messi und Kylian Mbappé auch als Beleg dafür, „dass Fußball letztendlich mehr ist als nur Zahlen“, sagte der 49-Jährige der L'Équipe.
Messi und Mbappé seien „zweifellos Spieler, die über Statistiken hinausgehen und es verdienen, die Rekordtorschützen des Wettbewerbs zu sein“. Argentiniens Superstar sei „einer der größten Spieler in der Geschichte des Fußballs und auch heute noch einflussreich und spielentscheidend“, sagte Ronaldo. „Was Mbappé angeht, erinnert mich sein Spielstil an mich selbst in meiner besten Zeit. Er ist einer der größten Spieler im heutigen Fußball und ein natürlicher Erbe der Legenden des Sports.“
Ronaldo: Der frühere WM-Rekordtorschütze verfolgt gebannt das Wettschießen der Stars.
© IMAGO/PIOTR KUCZA/FOTOPYK
Die Mannschaft seines brasilianischen Heimatlandes kämpft am heuten Abend gegen Japan im NRG Stadium von Houston um den Einzug ins Achtelfinale (29. Juni, 19 Uhr MESZ). Der italienische Nationaltrainer Carlo Ancelotti lässt den Einsatz von Neymar offen, der seinen Worten zufolge körperlich noch nicht so weit, auch länger als 15 Minuten spielen zu können. Der 34-jährige Fußballstar laboriert an einer Wadenblessur.
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