Warum das Moar Gut für uns die perfekte Mutter-Tochter-Auszeit war



Familien- und Kinderhotel Moar Gut im Salzburger Land im Test: Ob Streichelgehege oder Pool-Paradies – hier gibt es reichlich Abwechslung.
Es gibt diese seltenen Momente im Familienalltag, in denen man merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Zwischen Schule, Arbeit, Terminen und den vielen kleinen Verpflichtungen bleibt oft wenig Raum für ungeteilte Aufmerksamkeit. Umso wertvoller sind dann Gelegenheiten, um bewusst Zeit miteinander zu verbringen – ohne Geschwister, ohne Ablenkungen, ohne feste Pläne.
Bei uns gibt es so einen Moment zum 10. Geburtstag geschenkt - eine Wochenende nur wir beide, ohne alle anderen, ohne Termine, ohne Agenda. Das hat bei uns in der Familie Tradition und da meine Tochter nicht in eine Stadt fahren wollte (im Gegensatz zu ihrer großen Schwester damals), habe ich mich auf die Suche nach einem ganz besonderen Familien- und Kinderhotel gemacht, bei dem wir zusammen Wellness machen können, aber uns auch nicht langweilen.
Familien- und Kinderhotel Moar Gut im Salzburger LandDie Wahl ist uns nicht schwer gefallen, denn beim Familien- und Kinderhotel Moar Gut hatten wir direkt das Gefühl, dass es hier nicht nur darum geht, die Kinder möglichst unterhaltsam zu beschäftigen (aber auch das ist problemlos möglich, wenn gewünscht), sondern auch darum, gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Für ein Mutter-Tochter-Wochenende erwies sich das als ideal.
Das Resort liegt im Großarltal im Salzburger Land, rund 70 Kilometer südlich von Salzburg. Was uns als erstes aufgefallen ist: Die weitläufige Anlage wirkt mit ihren unterirdisch miteinander verbundenen Gebäuden eher wie ein kleines Dorf als wie ein Hotelkomplex. Mehr ankommen, als einchecken. Zum Konzept gehören neben einem Spa für Erwachsene und Familien vor allem ein eigener Bio-Bauernhof und viel Natur – das Naturschutzgebiet Hohe Tauern liegt nur wenige Kilometer entfernt.

Der Natursee war im Frühjahr noch super kalt - die perfekte Abkühlung für alle Mutigen.
Zu den Besonderheiten des Hauses gehört das Patenschaftsprogramm für die Tiere des hoteleigenen Bio-Bauernhofs. Schon bei unserer Ankunft war die Vorfreude groß, denn meine Tochter freute sich auf Hühner, Hasen, drei Schweine und vor allem die Schafe. Obwohl es noch zwei süße Jungtiere gab, war für Clara das größte Schaf mit schwarz-weißem Fell, gleich das absolute Highlight. Nanni, so der Name des Schafs, wurde sofort ins Herz geschlossen.
Vielleicht weil es sich so gut streicheln ließ oder geduldig die Liebe ihrer neuen Patentante über sich ergehen ließ - Nanni war ab sofort ein fester Bestandteil unserer Routine auf dem Moar Gut. Sie wurde morgens begrüßt und hat einen Teil des Futters bekommen, das speziell vom Moar Gut für das jeweilige Patentier zur Verfügung gestellt wird. Anderes Futter ist natürlich nicht erlaubt und auch die Ruhezeiten der Tiere werden von den Besucher:innen und Pat:innen fest eingehalten. Dazwischen zog es Clara immer wieder zurück zu “ihrem” Schaf und der Ruhe, die Nanni ausstrahlte.

Liebe auf den ersten Blick: Das Schaf Nanni war Claras Patentier für das Wochenende im Moar Gut.
Übrigens für alle Pferde-Fans: Es sind auch 14 Islandpferde am Moar Gut zuhause, die im Stall besucht werden dürfen und für die man Reitstunden und Ausritte buchen kann.
Eines steht fest: Langweilig wird es im Moar Gut weder Klein noch Groß. Eine unserer absoluten Lieblingsaktivitäten: Bei unserem morgendlichen Besuchen auf dem Bio-Bauernhof hat nicht nur Nanni ihre Streicheleinheiten bekommen, sondern wir haben bei den Hühnern auch direkt schon unser persönliches Frühstücksei gesucht, das man sich im Anschluss in der Hotelküche zubereiten lassen kann. Natürlich erst, nachdem wir noch eine Runde über den futuristisch anmutenden Spielplatz gedreht haben.
Entspannung für zweiEin Grund warum wir uns auch fürs Moar Gut entschieden haben, war das Angebot an Kinder-Wellness. Für einige stellt sich jetzt sicherlich die Frage: Brauchen Kinder wirklich schon klassische Wellness-Angebote? Und man könnte diese Frage jetzt ganz einfach mit einem Augenrollen und “natürlich nicht” beantworten.
Aber bei Wellness geht es immer um mehr, als nur die verspannten Schultern mit einer Massage zu lockern oder der Haut mit dem perfekten Facial wieder einen strahlenden Glow zu verleihen. Wellness ist auch eine Auszeit, die man sich und seinem Körper ganz bewusst gönnt. Und wir haben das mit einer Mutter-Kind-Massage gemeinsam gemacht. Auch wenn man in diesem Moment nicht miteinander spricht, haben wir die Erfahrung gemeinsam gemacht, in einem geschützten Raum, in dem wir gemeinsam abschalten konnten. Und noch etwas: Für meine Tochter war es etwas Besonderes, einmal nicht nur Begleiterin zu sein, während die Erwachsenen entspannen, sondern selbst Teil ebenfalls dieses Wohlfühlmoments zu sein.
Für uns waren die Tage im Moar Gut nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern wir hatten das Gefühl, bewusst Zeit miteinander verbracht zu haben. Und genau das macht einen gelungenen Mutter-Tochter-Urlaub aus: nicht möglichst viel zu erleben, sondern die Zeit miteinander bewusst zu genießen.
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