Filmfest München 2026: Auf diese 11 Filme sind wir besonders gespannt

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Filmfest München 2026: Auf diese 11 Filme sind wir besonders gespannt

Filmfest München 2026: Auf diese 11 Filme sind wir besonders gespannt

Filmfest München 2026: 11 Highlight-Filme, die hier zu sehen sind.

Am vergangenen Samstagabend wurde das 43. Filmfest München eröffnet und zog schon am Eröffnungsabend die deutsche und Teile der internationalen Filmbranche in die bayerische Landeshauptstadt. Insgesamt 130 Spiel- und Dokumentarfilme aus 56 Ländern werden hier bis zur Preisverleihung am 5. Juli in den verschiedenen Wettbewerben gezeigt. Sie alle sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen, 45 Produktionen feiern in München sogar ihre Weltpremiere.

Während der zehn Tage werden in München nationale wie internationale Filmstars wie der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, die Schauspieler Toni Servillo ("La Grazia") und “Akte X”-Star David Duchovny (der hier mit dem CineMerit Award ausgezeichnet wird) oder die Schauspielerinnen Sandra Hüller, Katharina Thalbach, VOGUE-Coverstar Mala Emde und Sabrina Setlur erwartet.

Filmfest München 2026, Eröffnung, Katharina Stark, Louis Hofmann

Filmfest München 2026: Die Looks und Leute der Eröffnungsfeier

28 Items

Von Maria Hunstig

Und die gute Nachricht für Filmfans ist: Auch ohne professionellen Auftrag können sie dabei sein – das Filmfest München ist ein Publikumsfestival. Wer mitten in der Hitzewelle also lieber im klimatisierten Kinosaal Zuflucht sucht, dem sei mit unserer folgenden Auswahl ein wenig Orientierung geboten.

Highlights aus dem Programm des Filmfest München 2026

“Identitti”

Der gleichnamige Roman von Mithu Sanyal wurde 2021 zum Bestseller, nun folgt die Verfilmung von Regisseurin Randa Chahoud, die sich Fragen nach kultureller Aneignung, Cancel Culture und Identität widmet. In “Identitti” gerät die Universität Düsseldorf weltweit in die Schlagzeilen, weil eine gefeierte Professorin, die sich als “Person of Color” ausgibt, in Wahrheit weiß ist. Aufgedeckt wird das von der Studentin Nivedita, die sich folgend auf die Suche nach den Motiven für den Betrug der Professorin begibt. Besonders gespannt sind wir auf die einstige Rapperin Sabrina Setlur, die als Kaali das Alter Ego Niveditas spielt, welches sie zwingt, auch ihre eigene Identität zu hinterfragen.

Filmfest München Sabrina Setlur

Sabrina Setlur als Kaali in “Identitti”© Razor Film, Alamode Film

“Vaterland”

Der neue Film mit Sandra Hüller lief schon in Cannes und eröffnete in München das Filmfest. Hüller spielt darin Erika Mann, die Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann (Hanns Zischler), der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges erstmals seit seiner Flucht in die USA in seine Heimat Deutschland zurückkehrt. Auf der gemeinsamen Reise durch ihr zerstörtes Heimatland setzen sich die beiden mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit und ihrer noch ungewissen Zukunft auseinander.

"23 000 Leben”

Der Netflix-Film mit VOGUE-Coverstar Mala Emde erzählt die wahre Geschichte der engagierten Crew von “Jugend rettet”, die über Spenden ein Seenotrettungsschiff erwarb und damit von 2016-17 insgesamt rund 23 000 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer rettete – bis ihr die italienischen Behörden einen Strich durch die Rechnung machten. Besetzt mit deutscher Schauspielstarpower, inklusive Louis Hofmann, Frederick Lau, Katja Riemann, Franka Potente, Luisa Gaffron und Katharina Stark.

"Bitteres Fest“

Das jüngste Werk von Regieikone und Oscarpreisträger Pedro Almodóvar, welches im Mai in Cannes Premiere feierte, erzeugt mit zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven eine Verschmelzung von Realität und Fiktion. Nach dem Tod ihrer Mutter stürzt sich die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa in ihre Arbeit. Erst nach einer Panikattacke erlaubt sie sich eine Auszeit auf Lanzarote und wird dorthin von ihrer Freundin Patricia begleitet, die mehrfach von ihrem Mann verlassen wurde. In einer anderen Zeitzone, aber in der gleichen Stadt arbeitet der Autor und Regisseur Raúl Rossetti an seinem neuen Werk – und schreibt genau die Geschichte, die Elsas Leben erzählt.

"The Man I Love“

In “The Man I Love” erzählt der US-amerikanische Regisseur Ira Sachs ("Passages") die Geschichte von Jimmy George (gespielt von Rami Malek), einem einstigen Off-Broadway-Schauspieler, der nach einer schweren von HIV bedingten Krise im New York der späten 1980er Jahre den Weg zurück ins Leben und auf die Bühne sucht. Trotz Jimmys Eigenheiten kümmern sich sein langjähriger Partner Dennis (Tom Sturridge), seine Schwester Brenda (Rebecca Hall) oder der neue Nachbar Vincent (Luther Ford) mit Liebe um ihn. “Ira Sachs macht aus Verletzlichkeit keine Pose, sondern schafft einen Raum, in dem etwas offen bleibt – für Liebe, für Schönheit, für ein Leben, das sich nicht einfach fügt”, heißt es in der Filmankündigung. Wir sind gespannt!

"See You When I See You“

“Akte X”-Star und generelle Schauspielikone David Duchovny wird in diesem Jahr beim Filmfest München mit einem CineMerit Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In diesem Rahmen wird sein neuer Film "See You When I See You“ Abschlussfilm des Festivals gezeigt. Basierend auf den Memoiren des Stand-up-Comedians Adam Cayton-Holland erzählt der Regisseur Jay Duplass darin nicht ohne Humor die Geschichte einer Familie, die nach dem Verlust ihrer Tochter Leah einen Weg zurück ins Leben sucht. Neben Duchovny als Vater Robert spielt dabei vor allem Sohn Aaron (Cooper Raiff) eine tragende Rolle, der nach dem Todesfall zwischen Schuld, Erinnerung und Trauer schwankt.

“Das geträumte Abenteuer”

Der Film der deutschen Regisseurin Valeska Grisebach wurde beim Filmfest in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, in München feiert er nun seine Deutschlandpremiere. “Das geträumte Abenteuer” spielt in Svilengrad, einer kleinen bulgarischen Stadt an der Grenze zu Griechenland und der Türkei und der größte Grenzübergang Europas. An diesem Ort lebt die Archäologin Veska, deren Leben in Bewegung gerät, als ein Mann aus ihrer Vergangenheit auftaucht und ebenso plötzlich wieder verschwindet. In einem Gefüge aus Geschichten, Begegnungen und Blicken beginnt Veska, ihrer eigenen Stärke zu trauen und sich in einer Umgebung zu behaupten, die lange von anderen bestimmt war.

“Die Gäste”

Im Jahr 1973 lässt Iria (Greta Fernández) ihr galicisches Dorf hinter sich und folgt ihrer Mutter nach Köln, Westdeutschland. Zwischen Jobs als Putzkraft und in der Kinderbetreuung bei wohlhabenden Familien entdeckt sie in verrauchten Kneipen und politischem Aktivismus eine ungekannte Freiheit. Sie verliebt sich in den sozialistischen Studenten Hajo (Jan Bülow), der von der Revolution träumt. Doch als Irias Mutter einen schweren Arbeitsunfall im Opel-Werk erleidet, muss sie sich entscheiden, ob sie diese vor Ort im Krankenhaus lässt oder sie zurück in ihr Dorf nach Galicien bringt, wo sie eigentlich nie mehr hinwollte. Hajo bietet sich als Fahrer an, doch der Roadtrip wird zur Herausforderung für das junge Paar und wirft Fragen über Selbstbestimmung, Machtverhältnisse, die Vergangenheit und Gegenwart auf.

“The Invite”

Starbesetzung: Bei diesem explosiven Kammerspiel treffen Olivia Wilde (die auch Regie führte), Seth Rogen, Penélope Cruz und Edward Norton aufeinander. Nach 15 Jahren Ehe ist die Beziehung von Angela und Joe eingeschlafen. Als Angela spontan ein Paar aus demselben Haus zu Besuch einlädt, stellt sich heraus, dass diese ihnen gegenüber sehr viel zugewandter sind als gedacht, und der harmlose Dinnerabend entwickelt sich zu einem Spiel aus Begehren, Eifersucht und unbequemen Wahrheiten.

"Für immer 16"

Brezel Göring ist bekannt als eine Hälfte des ikonischen Berliner Punk-/Synthiepop-Duos Stereo Total. Mit “Für immer 16” verfilmt er nun die Buchvorlage seiner 2021 verstorbenen Partnerin Françoise Cactus. Darin treffen sich die drei Mitglieder der einstigen Experimentalfilmgruppe “Für immer 16”, die sich komplett zerstritten hatten, nach langer Zeit wieder und fahren in den Urlaub. Charlotte (Lilith Stangenberg) hat in der Zwischenzeit als Schauspielerin Karriere gemacht und lädt Helena (Mücke) und Oskar (Chang Wang) ein, denen die finanziellen Möglichkeiten dazu fehlen. Im Urlaub brechen Neid und Eifersucht erneut aus und nehmen noch zu, als Rudolph (gespielt von niemand Geringerem als Sixties-Ikone Twiggy) in ihr Leben tritt. Sie beschließen, einen Undergroundfilm über eine männermordende Serienkillerin zu drehen. Das dürfte schön schräg werden!

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